Herbizide - Erfahrungen und Versuche

MANKAR® ULV-Sprühsysteme wurden ursprünglich für den unverdünnten Einsatz von Glyphosat (z.B. Roundup®-Produkten) entwickelt. Die Geräte sind jedoch für die meisten flüssigen Herbizide geeignet.

Die Vorteile der MANKAR® ULV-Sprühsysteme können insbesondere bei Blattherbiziden genutzt werden, vor allem wenn es darauf ankommt, die Kulturpflanzen vor Schäden durch Kontakt mit dem Herbizid zu schützen.

In der Praxis ist der Einsatz der Geräte mit Glyphosat nach wie vor sehr verbreitet. Außerdem werden zahlreiche andere Herbizide mit MANKAR® ULV-Sprühgeräten eingesetzt, z.B. mit den Wirkstoffen Glufosinat (z.B. Basta®) und Mischungen aus 2,4 D, Mecoprop-P, MCPA und Dicamba (z.B. Banvel® M). Auch mehrere biologische Herbizide können eingesetzt werden.

Im Sommer 2007 wurde ein Versuch mit einer Kombination aus Glyphosat (Roundup® UltraMax) und Bodenherbiziden in Weihnachtsbaumkulturen durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass der Neuauflauf von Unkräutern sich durch das Beimischen von Bodenherbiziden verzögert. Dadurch kann die Anzahl der Glyphosat-Behandlungen pro Jahr reduziert werden. 2008 bestätigte ein weiterer Versuch dieses Ergebnis. Zusätzlich wurden die Kombinationen von Glyphosat mit Vorox® F (Wirkstoff: Flumioxazin) sowie der drei Herbizide Glyphosat, Katana® und Vorox® F einbezogen, die ebenfalls eine gute Dauerwirkung erzielten.

Die Präparate wurden mit dem Karrengerät MANKAR-P 70 – 110 wie üblich unverdünnt ausgebracht. Bei den Varianten mit den pulverförmigen Komponenten wurden diese zunächst mit umgerechnet 1 Liter Wasser pro Hektar angesetzt und anschließend das Glyphosatprodukt zugegeben. Alle Mischungen ließen sich mit dem Gerät problemlos ausbringen.

Herbizidmischungen aus dem Feldversuch im Sommer 2007 Entwicklung des Gesamtdeckungsgrades mit Unkräutern in Prozent 10 bzw. 46 Tage nach der Behandlung (Quelle: LWK Schleswig Holstein (K.Lange) und Mantis (Auszug))

Auch in empfindlichen Kulturen, für die nur wenige Herbizide zur Verfügung stehen, ist die ULV-Technik einsetzbar. Ein Beispiel ist der Einsatz von Basta® (Glufosinate – Ammonium 200g/l) in Freilandgurken. In einem Versuch von Bayer CropScience wurde 2008 das Herbizid in gestaffelten Aufwandmengen von 1,5 bis 4 l/ha unverdünnt mit einem MANKAR-P 50 eingesetzt im Vergleich zur einer herkömmlichen Rückenspritze (AirMix 01, mit der relativ geringen Wassermenge von 50 l/ha). Fazit: Es traten keine Schäden an den Gurken auf. Die Wirkung bei MANKAR® ULV-Sprühsystemen und der Rückenspritze ist vergleichbar, wobei mindestens 2 l/ha Basta ausgebracht werden sollten.

Versuche mit Basta® in Gurken (Bayer CropScience)

Auch mit unverdünnten biologischen Herbiziden mit dem Wirkstoff Pelargonsäure werden Versuche durchgeführt, z.B. mit dem in Frankreich zugelassenen Beloukha® (Jade International) sowie dem in Deutschland zugelassenen Finalsan® (Neudorff) und dem MANKAR-HQ 80.

Bis zur Veröffentlichung von Versuchsergebnissen finden Sie Informationen über den aktuellen Stand in der Rubrik Forschung & Entwicklung.

Das MANKAR-HQ 80 hat eine spezielle Düse, die auch größere Herbizidmengen ausbringen kann.

Hinweise
In den Bedienungsanleitungen der Geräte sind die Dosiereinstellungen für das am meisten verbreitete Herbizid angegeben. Bei anderen Präparaten bzw. Mischungen muß die gewünschte Durchflußmenge überprüft und ggf. neu ausgelitert werden. Grundsätzlich sollte in diesem Fall zunächst ein Test auf einer kleinen Fläche durchgeführt werden, bevor der gesamte Bestand behandelt wird. Anschließend Geräte sofort gründlich reinigen!

Jedes verwendete Produkt muss für den jeweiligen Anwendungsbereich zugelassen sein. Die länderspezifischen gesetzlichen Regelungen zum Herbizideinsatz (z.B. Genehmigungspflicht) sind zu beachten. Bitte fragen Sie auch Ihren Pflanzenschutz-Berater.