Herbizide - Erfahrungen und Versuche

MANKAR® ULV-Sprühgeräte wurden ursprünglich für den unverdünnten Einsatz von Glyphosat (z.B. Roundup®-Produkten) entwickelt, um die benötigte Herbizidmenge zu minimieren. Die Geräte sind jedoch für die meisten flüssigen Herbizide sowie diverse Herbizidmischungen geeignet, sowohl Blatt- als auch Bodenherbizide.

Die Vorteile der MANKAR® ULV-Sprühgeräte können insbesondere bei Blattherbiziden genutzt werden, wenn es darauf ankommt, die Kulturpflanzen vor Schäden durch Kontakt mit dem Herbizid zu schützen.

In der Praxis werden neben glyphosathaltigen Herbiziden zahlreiche andere Herbizide mit MANKAR® ULV-Sprühgeräten eingesetzt, z.B. mit den Wirkstoffen Aminopyralid (z.B. Simplex®), Napropamid (z.B. Devrinol FL®), Clopyralid (z.B. Lontrel® flüssig), Glufosinat (z.B. Basta®) oder Herbizidmischungen mit Isoxaben und Propyzamid (z.B. Flexidor® in Mischung mit Kerb Flo®) sowie Mischungen aus 2,4 D, Mecoprop-P, MCPA und Dicamba (z.B. Banvel® M). Auch mehrere Bio-Herbizide z.B. mit dem Wirkstoff Pelargonsäure können eingesetzt werden.

Die neueste Generation der MANKAR-Düsen; das R-Modell, erlaubt eine sparsame Ausbringung von biologischen Herbiziden sowie Herbizidmischungen, die mit einer größeren Aufwandmenge ausgebracht werden müssen.

Bisher ist die ULV-Technik unter der Marke MANKAR von Mantis ULV Sprühgeräte bekannt für die sparsame Ausbringung von unverdünnten Herbiziden. Die bewährte ULV Technik sorgt für minimalen Herbizidverbrauch und eine optimale Benetzung durch ein definiertes enges Tropfenspektrum.

Da traditionelle Herbizide für immer weniger Einsatzbereiche zugelassen sind, musste auch diese Technik weiterentwickelt werden. Mantis, mit fast 50 Jahren Erfahrung in umweltschonender Sprühtechnik, hat nun die ULV-Düse so modernisiert, dass auch biologische Mittel und Mischungen, die durchgehend nur mit einer höheren Ausbringmenge Erfolg haben, ausgebracht werden können.Um die Abdrift einzudämmen, ist die neue „R“-Düse mit einem runden Spritzschirm mit 35 cm Durchmesser ausgestattet und zusammen mit den MANKAR Carry- und Drive Geräten erhältlich.

Hiske Weissmann, Geschäftsführerin der Mantis ULV Sprühgeräte erläutert: „Obwohl die ULV-Technologie noch immer sehr erfolgreich in unterschiedliche Domänen eingesetzt wird, brauchten unsere Kunden ein Gerät, das mehr Volumen versprühen kann. Immer mehr Menschen möchten alternative Mittel zu Glyphosat sprühen. Diese Mittel sind aber meistens weniger effizient und benötigen mehr Liter pro Hektar, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die vorhandene MANKAR Segment-Rotationsdüse kann dieses erhöhte Volumen nicht immer bewältigen. Mit der neuen R-Düse haben wir MANKAR sozusagen auf „5.0“-Niveau gebracht und können unseren Kunden nun Lösungen für ein viel breiteres Produktspektrum auch für Biomittel anbieten.“

Bis zur Veröffentlichung von Versuchsergebnissen finden Sie Informationen über den aktuellen Stand in der Rubrik Forschung & Entwicklung.

Das MANKAR-HQ R-35 hat eine spezielle Düse, die auch größere Herbizidmengen ausbringen kann.

Im Sommer 2007 wurde ein Versuch mit einer Kombination aus Glyphosat (Roundup® UltraMax) und Bodenherbiziden in Weihnachtsbaumkulturen durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass der Neuauflauf von Unkräutern sich durch das Beimischen von Bodenherbiziden verzögert. Dadurch kann die Anzahl der Glyphosat-Behandlungen pro Jahr reduziert werden. 2008 bestätigte ein weiterer Versuch dieses Ergebnis. Zusätzlich wurden die Kombinationen von Glyphosat mit Vorox® F (Wirkstoff: Flumioxazin) sowie der drei Herbizide Glyphosat, Katana® und Vorox® F einbezogen, die ebenfalls eine gute Dauerwirkung erzielten.

Die Präparate wurden mit dem Karrengerät MANKAR-P 70 – 110 wie üblich unverdünnt ausgebracht. Bei den Varianten mit den pulverförmigen Komponenten wurden diese zunächst mit umgerechnet 1 Liter Wasser pro Hektar angesetzt und anschließend das Glyphosatprodukt zugegeben. Alle Mischungen ließen sich mit dem Gerät problemlos ausbringen.

Herbizidmischungen aus dem Feldversuch im Sommer 2007 Entwicklung des Gesamtdeckungsgrades mit Unkräutern in Prozent 10 bzw. 46 Tage nach der Behandlung (Quelle: LWK Schleswig Holstein (K.Lange) und Mantis (Auszug))

Auch in empfindlichen Kulturen, für die nur wenige Herbizide zur Verfügung stehen, ist die ULV-Technik einsetzbar. Ein Beispiel ist der Einsatz von Basta® (Glufosinate – Ammonium 200g/l) in Freilandgurken. In einem Versuch von Bayer CropScience wurde 2008 das Herbizid in gestaffelten Aufwandmengen von 1,5 bis 4 l/ha unverdünnt mit einem MANKAR-P 50 eingesetzt im Vergleich zur einer herkömmlichen Rückenspritze (AirMix 01, mit der relativ geringen Wassermenge von 50 l/ha). Fazit: Es traten keine Schäden an den Gurken auf. Die Wirkung bei MANKAR® ULV-Sprühsystemen und der Rückenspritze ist vergleichbar, wobei mindestens 2 l/ha Basta ausgebracht werden sollten.

Versuche mit Basta® in Gurken (Bayer CropScience)

Hinweise
In den Bedienungsanleitungen der Geräte sind die Dosiereinstellungen für das am meisten verbreitete Herbizid angegeben. Bei anderen Präparaten bzw. Mischungen muß die gewünschte Durchflußmenge überprüft und ggf. neu ausgelitert werden. Grundsätzlich sollte in diesem Fall zunächst ein Test auf einer kleinen Fläche durchgeführt werden, bevor der gesamte Bestand behandelt wird. Anschließend Geräte sofort gründlich reinigen!

Jedes verwendete Produkt muss für den jeweiligen Anwendungsbereich zugelassen sein. Die länderspezifischen gesetzlichen Regelungen zum Herbizideinsatz (z.B. Genehmigungspflicht) sind zu beachten. Bitte fragen Sie auch Ihren Pflanzenschutz-Berater.